Individuelle Beratung vom »Premier Aussie Specialist«

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Australien – individuell
Reisezeitraum: 26.11. - 17.12.
Reiseziel: Christmas Island
 
Hallo, Frau Hofmann,

Ich habe Sie irgendwann Mitte Mai aus dem Internet gefischt, Ihnen schriftlich und telefonisch meine Reisewünsche und den Reiseetat betreffs Krabbenwanderung auf Christmas Island im November/Dezember vorgestellt und dann haben Sie sich auf den steinigen Pfad der Recherche begeben. Steinig deswegen, weil selbst auf den offiziellen Australien-Tourismus-Seiten die „Outer Islands“  diskret verschwiegen werden und die einzige Flugverbindung vom asiatischen Raum, Singapur, die auch die entschieden preiswertere ist, im Juni eingestellt wurde .Stattdessen wurde Kuala Lumpur(gleich mit 4 Tagen Aufenthalt!!!)die Alternative und schließlich einigten wir uns auf  die Fluglinie Etihad via Abu Dhabi nach Kuala Lumpur Und von da dann weiter mit einem nur montags stattfindenden Flug nach Christmas Island!
Alle Transfers klappten reibungslos und immer zu unseren Terminwünschen.

Sie haben für uns dann auch das „Inselpaket“ gesucht und gefunden, einen Bungalow plus Mietwagen für 14 Tage. Die Unterkunft war gut, sie entsprach den Beschreibungen im Internet.
Das Auto mit Vierradantrieb tat auch was es sollte. Die Damen der  örtlichen Reiseagentur waren freundlich  und sehr hilfsbereit ( ein Koffer war aufgrund eines Computerchaos in Kuala Lumpur nicht mitgekommen und meinem Mann wurde anstandslos eine „Erstbekleidung“ ersetzt).


Zum Aufenthalt: Als wir ankamen, begann gerade der 2. Durchgang der alljährlich zur Regenzeit stattfindenden großen Krabbenwanderung- einmalig in dieser Menge (die Schätzungen schwanken um die 200 Millionen). Sie sind wirklich überall und lassen sich von ihrem geraden Weg von den landseitigen Urwaldhöhlen zum Meer durch nichts aufhalten. Sie überqueren die für sie lebensgefährlichen Straßen, die Gärten, auch Häuser, überwinden Zäune, Wände und Felsen. Eine fanden wir im Supermarkt, eine in unserem Hausflur!!!! Sie sollen scheußlich schmecken- wahrscheinlich gibt es deswegen noch so viele. Sie sind überwiegend Vegetarier und zuständig für die Ökologie des Urwaldes, insbesondere, was das Verbreiten von Früchten und Samen angeht.

Mit Hilfe von Plastikplanenzäunen an der Straße versucht man sie in eigens für sie unter die Straße gebauten Tunneln zu leiten, klappt aber noch nicht reibungslos.
Da hilft nur aus dem Auto steigen und sie von der Straße kicken! Oder wild Slalom fahren.
Sensationell sind auch die riesigen „Robber Crabs“, skurile Geschöpfe, die sich u.a. dann auch auf der Straße einfinden ,um die Opfer aufzufressen. Überhaupt sehen all die verschiedenen Krabben irgendwie außerirdisch aus!!!!
Vögel, Pflanzen, Insekten, Geckos, man kann auf Wanderungen viel sehen, z.T. ist der Urwald und der von Höhlen durchlöcherte Boden durch Holzstege begehbar gemacht worden.
Christmas Island ist keine reine Badeinsel - eher eine Wander-und Tauchinsel. Es gibt einige sehr kleine gut erreichbare, kiesige Buchten -  und Strände, die nur wandernd oder gar kletternd zu erreichen sind.
Die beste Stelle ist Flying Fish Cove, die „“Hauptstadt““ mit größeren Ausdehnungen und trotz Schiffsentladestation für die Phosphatminen ein traumhafter Platz zum Schnorcheln in glasklarem Wasser. Man schwimmt in einem großen Aquarium!! Und es gibt sehr gute Tauchspots (auch die riesigen Walhaie kommen hierher, besonders wenn die Krabben abgelaicht haben.)

Mein Mann hat bei einer der örtlichen Tauchbasen 2 Tauchgänge mitgemacht und war sehr zufrieden.
Wir fanden einen ebenfalls sortierten, aber etwas chaotischen Supermarkt in Poon San, der stark chinesisch ausgerichtet war.
Ebenfalls nur ein paar Schritte weg ist das „Rumah Tinggi“, ein gutes Restaurant mit leckerer Speisekarte, -  für den Sundowner bot sich die“Golden Bosun Tavern“ mit spektakulärem Blick auf den Sonnenuntergang an. Das Preisniveau entspricht etwa dem deutschen. Es gibt noch andere Kneipen, aber da die Ausschilderung manchmal sehr, sehr unaufdringlich ist, haben wir keine anderen besucht, weil nicht gefunden und dann auch aus Bequemlichkeit.
Im kleinen Visitor Center gab´s auch Souvenirs, u.a. 2 sehr schöne CDs über die Insel und die Krabbenwanderung

Fazit: Für uns war es ein (gut organisierter) Traumurlaub- auch wenn eine Woche ein Koffer fehlte. Christmas Island ist keine aufgesetzte romantische Südseeinsel, sondern ein Ort, wo ganz normal gearbeitet wird und in zunehmenden Maße auf die natürlichen Schätze - ( damit meine ich nicht den Phosphatabbau, wovon die Menschen hier zum größten Teil leben!!!) geachtet wird. Mit freundlichen und hilfsbereiten Menschen, die sogar rudimentäre Deutschvokabeln ausgruben, um uns eine Freude zu machen!!!
Herzliche Grüße
Annegret Böhm